Beschreibung
Ein Anwesen in Setúbal, nur eine halbe Stunde von Lissabon entfernt, erstreckt sich über 132,34 Hektar und liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Setúbal und der Sado-Mündung. Es umfasst mehrere Gebäude, zwei Landhäuser, landwirtschaftliche und Viehhaltungsanlagen mit einer Gesamtfläche von 2239 m² (derzeit ungenutzt), Ackerland, verschiedene Obstgärten, Eukalyptuswald, Korkeichenwald, Olivenhain, Weideflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen. Das Anwesen verfügt über reichlich Wasser und wurde früher für den Anbau von Reis, Weizen und Wein genutzt. Ein Tourismusprojekt, das 2016 im Rahmen einer städtebaulichen Studie/eines Masterplans durch den Stadtrat von Setúbal geprüft wurde, sieht Feriendörfer, ein Apartmenthotel und Einrichtungen für insgesamt 588 Wohneinheiten mit 2429 Betten und einer Bruttogeschossfläche von 142.842 m² vor. Unter Anwendung der in den Zonenvorschriften für konsolidierte Gebiete, urbanisierbare Gebiete und Industriegebiete festgelegten Gebäudeindizes ergeben sich folgende Werte: - Wohnen: 62.062,00 m² Bruttogeschossfläche - Sonstige Nutzungen: 80.778,00 m² Bruttogeschossfläche (Dienstleistungen, Handel, Industrie, Logistik, Sonstiges) Insgesamt: 142.842,00 m². Im Zuge der Überarbeitung des Kommunalen Flächennutzungsplans (FFP2) wurden von der Stadtverwaltung Setúbal Informationen eingeholt, die auf die Absicht hinweisen, das Gebiet in ein touristisches Berufsbildungsgebiet (AVT) zu integrieren. Dies setzt die Einrichtung von Tourismusentwicklungszentren (NDT) in diesen Gebieten voraus. 5. Regionales Raumplanungsprogramm – Metropolregion Lissabon: Im Rahmen des PROT-AML weisen die Hauptleitlinien für den Tourismussektor in der Gebietseinheit 10 – Setúbal auf Geschäftstourismus, Sporttourismus (Golf, Freizeitbootfahren) sowie die Integration in touristische Anlagen oder Ferienanlagen hin. Das Grundprinzip dieser Vision besteht darin, die Bedeutung der Achse Setúbal/Palmela als zentralen Knotenpunkt der umliegenden Tourismusdynamik zu stärken. Diese territoriale Einheit ist als aufstrebender Tourismuspol der Stufe 2 eingestuft und umfasst verschiedene Arten von touristischen Unterkünften, ergänzt durch Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen. Die Prioritäten dieser Einheit liegen auf maritimen Tourismusaktivitäten, Golf, Gesundheit und Wellness, Gastronomie, Wassersport und Kreuzfahrten, in diesem Fall im Bereich der Sado-Mündung und ihres Naturschutzgebietes. Es ist von grundlegender Bedeutung, dass touristische Entwicklungen die Wiederherstellung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen sowie den Erhalt der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in den jeweiligen Gebieten anstreben. Der regionale Raumordnungsplan für den Großraum Lissabon (PROT-AML) sieht zudem vor, dass der Bau von Golfplätzen eng mit der Entwicklung von Ferienanlagen verknüpft sein soll. Die angestrebte Erhöhung der Beherbergungskapazität auf der Halbinsel Setúbal bis 2020 beträgt 50.000 Betten. Dieser Trend zunehmender internationaler Touristenströme weltweit basiert auf: - Wachsender Nachfrage nach Kurzurlauben - Zunehmender Reisetätigkeit von Erwachsenen und Senioren - Nachfrage nach vielfältigen Erlebnissen - Alterung der europäischen Bevölkerung - Steigende Ausgaben für Unterkünfte und sinkende Ausgaben für Reisen - Zunehmende Individualreisen und abnehmende organisierte Reisen. 6. Kulturerbe Wie bereits erwähnt, befinden sich auf dem Gelände verstreute Gebäude, die meisten davon Ruinen, darunter das Quinta House und seine Nebengebäude. Von besonderer Bedeutung in der Region ist die alte Gezeitenmühle von Mourisca (ehemals Reismühle), das Wahrzeichen der Gegend. Das Gebäude, einst Teil des Guts Mourisca und vermutlich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut, wurde kürzlich vom Naturschutzgebiet Sado-Mündung restauriert und beherbergt heute ein Umweltbildungszentrum. Dieser Ort bietet einzigartige Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, insbesondere zur Vogelbeobachtung, und gilt als vielversprechendes Ziel für Naturfotografen. 7. Städtische Infrastruktur: Obwohl das Gelände selbst über keine Infrastruktur verfügt, ist die Umgebung urbanisiert und bietet ausreichende Voraussetzungen für die Versorgung mit Strom, Kommunikationsnetzen, Trinkwasser und Gas. Bezüglich der Regenwasserableitung bietet das Gelände natürliche Gegebenheiten, die eine einfache Ableitung in Wasserläufe ermöglichen. Das Abwasser wird vom Abwasserkanal Alto da Guerra durchquert. Dieser Kanal mündet in die Lagune des Pumpwerks Faralhão 2, von wo aus das Abwasser über den Kanal Sto Ovídeo zur Kläranlage Setúbal (S. Sebastião) geleitet wird. Laut Informationen der Stadtverwaltung wird die Kläranlage Mourisca jedoch stillgelegt. SIMARSUL plant im Rahmen dieses Prozesses eine Reihe von Sanierungsmaßnahmen, die die vorgesehene Gebäudelast integrieren sollen. Abwassernetz: Die geplanten Infrastrukturen umfassen zusammenfassend: Wasserversorgungsnetz; Abwassernetz; Regenwassernetz mit teilweiser Nutzung zur Bewässerung. Das Gelände umfasst ein Entwässerungsnetz für Wasser aus industriellen Prozessen, einschließlich Kläranlagen zur Bewässerung; ein Gasnetz; ein Stromnetz (Einspeisung und Verkauf von Strom ins Netz durch dezentrale Erzeugung); Telekommunikations- und Datennetze; Banken, Versicherungen, Postdienste, Hotels, Restaurants und Bars; Grünflächen/Fußgängerwege und entsprechende Infrastruktur zur Förderung von Fußgängerverkehr und Freizeitaktivitäten; Personalauswahl und -einsatz; Industriereinigung; Sekretariatsdienste sowie Unterkunft und Verpflegung. Zusätzlich gibt es zwei registrierte Brunnen zur Trinkwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz mit jeweils einem Hochbehälter. Das Gelände wird außerdem von zwei Mittelspannungs-Freileitungen durchquert, die selbstverständlich unterirdisch verlegt werden. Herdade da Mourisca liegt in der Nähe der Städte Lissabon, Setúbal und Évora (Städtetourismus) und gleichzeitig inmitten einer Fülle von Naturschätzen – Arrábida, Tróia, Sado-Mündung (Natur-, Umwelt-, Wasser- und Angeltourismus), Montado (Gastronomie, Jagd, typische Dörfer, Gasthäuser). Das Land verfügt über eine ausgedehnte, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Agrarfläche im Zentrum, die nach Osten und Westen abfallende Ufer bildet und das weite Tal der Sado-Mündung mit seinen flachen, grünen Reisfeldern und den artenreichen Salzwiesen, insbesondere für Seevögel, überblickt. 8. Fazit: Die Region östlich von Setúbal profitiert von ihrer Nähe (etwas mehr als eine halbe Stunde) zu Lissabon. Dies ist ein entscheidender Faktor für den Markt von Zweit- und Erstwohnungen und eignet sich auch für touristische Zwecke. Darüber hinaus ist die Region Alto Alentejo mit ihren Städten, allen voran Évora, mit ihrer Kultur, Gastronomie, Weinproduktion und ihren malerischen Landschaften ein idealer Ausgangspunkt. In der Gegend und ihrer Umgebung lassen sich zudem vielfältige Outdoor-Aktivitäten ausüben. Die Strände der Alentejo-Küste, von Arrábida über Tróia und Comporta bis Sines, sind ebenfalls in der Nähe. Abschließend ist die Nähe zum Naturschutzgebiet der Sado-Mündung mit ihrer unvergleichlichen Landschaft, Flora und Fauna sowie den vielfältigen Wassersport- und Angelmöglichkeiten hervorzuheben. All diese Faktoren sind entscheidend, um Senioren, Rentner und kaufkräftige Familien aus Nordeuropa, insbesondere aus Skandinavien, Deutschland und England, anzulocken. Die hier angegebenen Gebäudewerte entsprechen den Werten, die sich aus der Anwendung der aktuellen Kennzahlen des kommunalen Flächennutzungsplans ergeben, und stellen daher keine Wertsteigerung dar. Die vorgeschlagenen Nutzungen entsprechen nach Ansicht der Immobilienverwaltung und des Studienautors – unter Berücksichtigung der Erwartungen des Gemeinderats – am besten den zukünftigen Marktanforderungen. Für diese Studie wurden der portugiesische Tourismusverband (Tourism of Portugal IP), die Stadtverwaltung von Setúbal und das ICNB konsultiert. Die Region hat sich dank der geschützten Natur der Meeresparks Arrábida und D. Luis Saldanha, des Naturschutzgebiets der Sado-Mündung, der geschützten Landschaft der Fossilienfelsen von Caparica, einer hervorragenden touristischen Infrastruktur und eines ebenso vielfältigen wie historisch bedeutsamen architektonischen Erbes zu einem bedeutenden Touristenziel entwickelt. Die Anerkennung der Arrábida als Natur- und Kulturerbe der Menschheit ist derzeit im Gange. Die Halbinsel Setúbal erstreckt sich über eine Fläche von 1.421 km² und umfasst neun Gemeinden mit 782.044 Einwohnern. Vom Naturpark Arrábida bis zum Naturschutzgebiet der Tejo-Mündung, von Setúbal bis Sesimbra, von Moita bis Palmela, Alcochete und Montijo – kilometerlange Strecken voller Natur-, Architektur- und Gastronomieschätze machen sie zu einer der artenreichsten Regionen Portugals. Die Halbinsel Setúbal präsentiert zwei Landschaftstypen. Eines dieser Gebiete zeichnet sich durch sein ausgeprägteres Relief aus. Die Weinberge wachsen auf Lehm-Kalksteinböden zwischen 100 und 500 Metern Höhe und nutzen die Hänge der Serra da Arrábida, die sie vor dem Atlantik schützen. Energieausweis: Befreit